Website des Bad Arolsen Company Theaters e.V.

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Swimming with men [Kino]

Mi 16.01.2019 um 19.30 Uhr

Eintritt: 5,- EUR
ermäßigt: 3,- EUR
Karten nur an der Abendkasse!

Eine typisch britische Komödie, wunderbar skurril!

Großbritanien 2018 -  Länge: 94 Min. - FSK: ohne

Eric ist in der Midlife-Krise. Sein Job als Buchhalter in der Bank ödet ihn an, sein pubertierender Sohn will nichts von ihm wissen und seine Frau macht neuerdings Karriere in der Lokalpolitik und hat möglicherweise eine Affäre. Im Hallenbad, wo Eric zum Ausgleich seine einsamen Bahnen zieht, lernt er eine seltsame Männergruppe kennen, die neben ihm rhythmisch durchs Wasser gleitet. Ein Club von Synchronschwimmern. Es ist ein bunter Haufen sehr unterschiedlicher Typen, die aber eines verbindet: Wenn sie majestätisch im Wasser schweben, vergessen sie den Frust in der Firma, den Stress in ihren Beziehungen und die Tyrannei des Alters. Eric (gespielt von Rob Brydon) wird sofort in die Gruppe aufgenommen.

Die wunderbaren Darsteller überspielen den fehlenden Waschbrettbauch mit britischem Understatement. Das wirkt sehr echt.

Underdog Eric wird schließlich zum Helden. Doch bevor er und seine Mitstreiter zur inoffiziellen Weltmeisterschaft der Synchronschwimmer nach Mailand reisen, warten noch ein paar verschärfte Trainingseinheiten. Dabei entpuppt sich die nette Bademeisterin, die den Männern den Kopf verdreht, als echter Drachen.

Bei den kunstvollen Schwebefiguren im Wasser lernen die Männer, ihre Gefühle zu zeigen. Sie fassen wieder neuen Mut, und am Ende finden sie auch ihr Liebesglück. Wenn die Truppe bei der Weltmeisterschaft ins Wasser springt und ihre mitreißenden Pirouetten dreht, dann schmelzen wir dahin. "Swimming With Men" ist typisch britisch, wunderbar skurril, komisch und wirklich herzergreifend.

Regie: Oliver Parker - Drehbuch: Aschlin Ditta - Kamera: David Raedeker - Darsteller/-innen:  Rob Brydon, Adeel Akhtar, Daniel Mays, Jim Carter, Rubert Graves, Thomas Turgoose, Charlotte Riley, Jane Horrocks
  

Was werden die Leute sagen [Kino]

Mi 06.02.2019 um 19.30 Uhr

Eintritt: frei
Verkauf von Waren aus fairem Handel

Eine-Welt-Gruppe Bad Arolsen
Ein Film über die Herausforderungen  der Integration

Norwegen/Deutschland/Schweden - FSK: ab 12

Nisha führt ein Doppelleben. Nach außen ein normaler norwegischer Teenager: Freunde, Ausgehen, vorsichtige Flirts. Die Familie aber darf davon nichts wissen. Zuhause muss Nisha das brave, pakistanische Mädchen sein, das Traditionen und Eltern ehrt. Aus diesem Grund verzichtet sie auf vieles, das für ihre europäischen Freunde ganz normal ist. Bis ihr Vater sie mit einem Jungen in ihrem Zimmer erwischt und die Familie Nishas europäisches Leben zerstört.

Regisseurin Iram Haq berichtet in ihrem Film die Geschichte einer schmerzhaften Liebe zwischen Eltern und ihrem Kind. Es ist eine Geschichte über Welten und Traditionen, die nicht kompatibel sind. Zugleich erzählt die Regisseurin von ihrem eigenen Leben: "Als ich 14 Jahre alt war, wurde ich von meinen Eltern entführt und gezwungen, für eineinhalb Jahre in Pakistan zu leben",

Nisha muss in Pakistan viele  Ungerechtigkeiten hilflos über sich ergehen lassen. Sie lernt schnell, dass Wut, ein Widerwort, im Keim erstickt werden.Dabei ist Nisha keine Rebellin, sondern will eigentlich nur alles richtig machen. Zwischendurch scheint es, als habe die Familie ihren Willen gebrochen.

Doch auch die Eltern sind verzweifelt - und da zeigt Haqs Film seine Stärke. Aus Sicht der Eltern hat Nisha Schande über die Familie gebracht. Vor allem der Mutter ist nichts wichtiger, als "Was werden die Leute sagen?", ein in Indien und Pakistan geläufiges Denken. Der Film zeigt, was es mit Menschen macht, wenn man den Bedürfnissen und Ansprüchen von anderen ? oder auch einem ganzen System ? nachkommt

Regie: Iram Haq - Buch: Iram Haq - Kamera: Nadim Carlsen - Darsteller/-innen: Maria Mozhdah, Adil Hussain, Sheeba Chaddha u.a.  

Kindeswohl [Kino]

Mi 13.02.2019 um 19.30 Uhr

Eintritt: 5,- EUR
ermäßigt: 3,- EUR
Karten nur an der Abendkasse!

Kindeswohl (Drama)
Großbritannien 2017 - Länge: 105 Min. - FSK: ab 12

"Er muss vor seiner Religion und vor sich selbst geschützt werden ... Nach meiner Überzeugung ist sein Leben mehr wert als seine Würde." So das Urteil der Familienrichterin Fiona Maye in der gleichnamigen Romanverfilmung "Kindeswohl" ("The Children Act").

Als engagierte und routinierte Familienrichterin entscheidet sie damit über eine lebensnotwendige Blutspende für den 17 jährige Adam Henry. Doch dieses Urteil steht gegen seine Glaubensüberzeugung als Zeuge Jehova, in der er aufgewachsen ist. Die Konsequenzen, die sich mit dem Urteil für den noch minderjährigen Adam ergeben, lassen auch das Leben der nüchternen Juristin nicht unberührt. Denn ihr scheinbar wohl geordnetes Leben wird nicht nur durch dieses Urteil, sondern auch durch die Krise mit ihrem Ehemann Jack plötzlich in einen Strudel von Gefühlen gerissen und durcheinander gewirbelt.

Film und Romangrundlage zeigen den Wertekonflikt zwischen weltlichem und religiösem Recht und beziehen sich dabei auf Großbritanniens "Children Act" von 1989, der die Gesetzgebung revolutionierte, indem er die Bedürfnisse von Kindern über die der Erwachsenen stellt.

Von der Deutschen Film und Medienbewertung erhält der Film das Prädikat besonders wertvoll wegen der herausragende Umsetzung dieses brisanten Themas durch den Regisseur und die schauspielerischen Leistungen.

Regie: Richard Eyre - Drehbuch: Ian McEwan - Kamera: Andrew Dunn - Darsteller/-innen: Emma Thompson, Stanley Tucci, Fionn Whitehead - Buch: Ian McEwan
  

Gundermann [Kino]

Mi 13.03.2019 um 19.30 Uhr

Eintritt: 5,- EUR
ermäßigt: 3,- EUR
Karten nur an der Abendkasse!

Deutschland 2018 - Länge: 127 Min. - FSK: ab 6

Mit feinem Gespür, Zärtlichkeit und Humor wirft Regisseur Andreas Dresen in "Gundermann" einen Blick auf das Leben von Gerhard "Gundi" Gundermann, einem der prägendsten Künstler der Nachwendezeit. Die Hauptrolle spielt Alexander Scheer, der alle Lieder im Film selbst singt und eine großartige Leistung abliefert.

Gundermann lebte zwei Leben, beide waren intensiv und rastlos. Er war Baggerfahrer im Braunkohletagebau. Gundermann war auch Musiker, ein Liedermacher. Mit seiner Band probte er mehrmals pro Woche und fuhr dann zu Konzerten. Manchmal mussten drei Stunden Schlaf reichen, dann saß Gundi, wie ihn die meisten nannten, wieder im Führerhaus seines Baggers. Und er war Familienvater, drei Kinder hatte er mit seiner Frau Conny.

Doch das ist nur ein Teil seiner Biografie. Der andere Teil besteht aus widersprüchlichen und verschlungenen Lebenswegen und eigenwilligen Entscheidungen. Er sah sich als Kommunist, glaubte an den Sozialismus in der DDR. Mit 18 Jahren ging er an die Offiziershochschule Löbau, wurde dort aber schnell wieder entlassen, weil er kein Loblied auf den Verteidigungsminister singen wollte.

Gundermann wurde zur Bewährung in den Tagebau geschickt, dort begann er als Hilfsarbeiter und trat in die Partei ein. Zudem entschied er sich, als IM für die Stasi zu arbeiten, er wollte "Agenten und Saboteure jagen". Und die Welt zum Besseren verändern. Erst einige Jahre nach der Wende hat Gundermann Verantwortung übernommen und sich seiner Stasi-Vergangenheit gestellt. "Gundermann" erzählt von einem Baggerfahrer, der Lieder schreibt. Der ein Poet ist, ein Clown und ein Idealist. Der träumt und hofft und liebt und kämpft. Ein Spitzel, der bespitzelt wird. Ein Weltverbesserer, der es nicht besser weiß. Ein Zerrissener.

"Gundermann" ist Liebes- und Musikfilm, Drama über Schuld und Verstrickung, eine Geschichte vom Verdrängen und Sich-Stellen. "Gundermann" ist ein Film über Heimat. Er blickt noch einmal neu auf ein verschwundenes Land. Es ist nicht zu spät dafür. Es ist an der Zeit.

Regie: Andreas Dresen ("Als wir träumten", "Halt auf freier Strecke") - Kamera: Andreas Höfer; Drehbuch: Laira Stieler - Darsteller-/ innen: Alexander Scheer, Anna Unterberger, Axel Prahl
  

Deine Juliet [Kino]

Mi 10.04.2019 um 19.30 Uhr

Eintritt: 5,- EUR
ermäßigt: 3,- EUR
Karten nur an der Abendkasse

Deine Juliet (Komödie / Drama)

UK / USA 2018 - Länge: 124 Min. - FSK: ab 6

"Deine Juliet" ist die Verfilmung des Romans von Mary Ann Shaffers. Dem Regisseur gefiel darin vor allem die Erzählung auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen, die im Film geschmackvoll miteinander kombiniert werden. Einer von diversen Vorzügen eines sehr charmanten Dramas mit gleichermaßen komischen wie amourösen Einschüben.

London, Ende der Vierzigerjahre: Juliet Ashton  steht noch ganz am Anfang ihrer Karriere als Schriftstellerin. Sie ist gefragt und reist von Lesung zu Lesung, bis sie eines Tages einen Brief von der Kanalinsel Guernsey erhält. Darin schreibt ihr der literaturbegeisterte Farmer  Adams, der sich auf der Suche nach einem Buch befindet und sich von der Schriftstellerin Hilfe erhofft. Dieser kommt  die Anfrage gerade recht. Juliet, von dem Trubel um ihre Person ohnehin überfordert, gewährt sich eine  Auszeit und bricht  nach Guernsey auf. Dort angekommen, macht sie Bekanntschaft mit dem Literaturverein, dem auch Adams angehört. Die "Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf" schlossen sich während des Zweiten Weltkriegs zusammen, und halfen einander über die schweren Stunden deutscher Besatzung hinweg. Der Club nimmt die Fremde begeistert auf und für die junge Autorin steht fest: Sie hat das Thema für ihr nächstes Buch gefunden! Doch die Guernseyer sind von dieser Idee nicht begeistert ...

Im Film  werden immer  wieder Tonfälle aus Komödie und Drama miteinander verschmolzen. Die Macher setzen in "Deine Juliet" voll und ganz auf die Faszination der Figuren mitsamt ihren traurigen Hintergrundgeschichten. Es ist das Herzstück des Films, zu entdecken, wie der Zweite Weltkrieg den Zusammenhalt der Inselbewohner geprägt hat.

Regie: Mike Newell - Kamera: Zac Nicholson - Drehbuch: Annie Barrows - Darsteller/-innen: Lily James, Matthew Goode, Jessica Brown Findlay, Michiel Huisman, Katherine Parkinson, Glen Powell, Penelope Wilton, Tom Courtenay
  

Grenzenlos [Kino]

Mi 15.05.2019 um 19.30 Uhr

Eintritt: 5,- EUR
ermäßigt: 3,- EUR
Karten nur an der Abendkasse!

Grenzenlos  Drama / Thriller / Romanze
USA / BRD / Frankreich / Spanien 2017 - Länge: 112 Min. - FSK ab 12

Als sich schottische Spion James und die Ozeanografin Dannyin einem französischen Hotel über den Weg laufen, sind beide gerade mit den Vorbereitungen für eine gefährliche Mission beschäftigt. James soll sich in Somalia als Ingenieur ausgeben, Danny bereitet eine Expedition in die Tiefsee vor Grönland vor. Die beiden beschließen, sich nach ihrer Mission wiederzutreffen.

Doch es kommt anders: James wird in Somalia von Dschihadisten gekidnappt und in eine kleine Zelle gesperrt. Danny wartet derweil auf die versprochene Nachricht von James. Ohne zu wissen, was mit ihm passiert ist, ob er sie versetzt hat, bereitet Danny einen komplizierten Tauchgang zum Grund des Ozeans vor. Tausende Kilometer voneinander entfernt, finden sich die beiden in einer sehr ähnlichen Situation wieder: Eingesperrt auf engstem Raum, abgeschnitten von der Außenwelt. Gibt es eine Chance, sich wiederzutreffen?

Der Roman "Submergence" des schottischen Kriegskorrespondenten und Wirtschaftsjournalisten J. M. Ledgard führt die beiden größten Bedrohungen der Moderne in einer Geschichte zusammen: die Klimaerwärmung und den Terrorismus. Als Rahmenhandlung dient dabei die Liebesgeschichte zwischen dem Spion James und der Biologin Danny.

Regie: Wim Wenders; Autor: J. M. Ledgard; Filmmusik: Fernando Velázquez - Darsteller: James McAvoy, Alicia Vikander, Alexander Siddig, Celyn Jones, Reda Kateb, Charlotte Rampling, Audrey Quoturi, Jannik Schüman
  

Styx [Kino]

Mi 12.06.2019 um 19.30 Uhr

Eintritt: 5,- EUR
ermäßigt: 3,- EUR
Karten nur an der Abendkasse!

Styx
Deutschland/Österreich 2018 - Länge: 95 Min. - FSK: ohne

Bildgewaltig erzählt Regisseur Wolfgang Fischer in "Styx" von einer starken Frau, die auf einem Segeltörn unvermittelt aus ihrer heilen Welt gerissen wird. Rike bestreitet in Köln als Notärztin ihren Alltag, bevor sie ihren Urlaub in Gibraltar antritt. Dort sticht sie alleine mit ihrem Segelboot in See. Ziel ihrer Reise ist die Atlantikinsel Ascension Island. Ihr Urlaub wird abrupt beendet, als sie sich nach einem Sturm auf hoher See in unmittelbarer Nachbarschaft eines überladenen, havarierten Fischerbootes wiederfindet. Mehrere Dutzend Menschen drohen zu ertrinken. Rike fordert zunächst per Funk Unterstützung an. Als ihre Hilfsgesuche unbeantwortet bleiben, wird Rike gezwungen zu handeln. Das ist schon eine starke Allegorie, die Regisseur Wolfgang Fischer für seinen Film gefunden hat: Auf der einen Seite die deutsche Frau in ihrem schnittigen, Wohlstand signalisierenden Segelboot, auf der anderen Seite erschöpfte Flüchtlinge auf einem sinkenden Seelenverkäufer. In Zeiten, in denen rechtspopulistische Rattenfänger die Angst vor allem Fremden schüren und konservative Minister Obergrenzen und Ankerzentren befürworten, bricht "Styx", jener mythische Fluss in der Unterwelt, bei dem die Götter ihre Eide schworen, die Flüchtlingsproblematik auf einen moralischen Konflikt herunter, für den es keine Lösung gibt.

Regie: Wolfgang Fischer - Kamera: Benedict Neuenfels - Drehbuch: Wolfgang Fischer, Ika Künzel - Darsteller: Susanne Wolf, Inga Birkenfeld, Alexander Beyer, Gedion Oduor, Anika Menger
  

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