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Gute Filme [Kino]

Gute Filme im 2. Halbjahr 2018
- natürlich nur ... im BAC-Theater

Monsieur Pierre geht online [Kino]

Mi 14.11.2018 um 19.30 Uhr

Eintritt: 5,- EUR
ermäßigt: 3,- EUR
Karten nur an der Abendkasse

Monsieur Pierre geht online (Komödie)
Frankreich, Deutschland, Belgien: 2017 -  Länge: 101 Min. - FSK: ohne

Sylvies Idee war gut gemeint. Weil ihr alter Vater Pierre seit zwei Jahren nicht mehr seine Pariser Wohnung verlassen hat, sondern nur noch um seine verstorbene Frau trauert, soll er lernen, mit dem Internet umzugehen. So könnte er sich die Welt ins Haus holen und  mit Sylvie skypen. Alex, der neue Freund ihrer Tochter Juliette, soll Pierre den Internetzugang einrichten und ihm Computer-Unterricht geben. Was tut Pierre, kaum dass er im Internet ist? Er verhält sich wie ein Pubertierender und hält Ausschau nach schönen Frauen.
Bei der Anmeldung zu einem Dating-Portal gibt Pierre als Geburtsdatum zuerst 1934, nach kurzem Überlegen dann aber doch lieber 1984 ein, und stellt ein Foto von Alex dazu. Es dauert nicht lange und er bekommt Post von Flora (Fanny Valette), einer 31-jährigen Physiotherapeutin. Flora entflammt für Pierres romantische Sprache und ihm verleiht die Online-Korrespondenz Flügel. Aber dann möchte ihn Flora unbedingt persönlich treffen. Nun muss Pierre nur noch Alex überreden, mitzuspielen ...
Ständig droht die hanebüchene Dreieckskonstruktion, in die Pierre Alex hineinzieht, um Flora selbst nahe zu sein, aufzufliegen. Aber Robelin schraubt sie frisch und frech weiter in verwegene Höhen.
Sehr schön ist Pierres Wandlung anzusehen. Zuerst wird er den Zuschauern als Greis präsentiert, der sich und die Wohnung verwahrlosen lässt. Und dann: seine Internet-Worte voller Sehnsucht, vorgetragen mit sonorer Stimme, ein schickes blaues Hemd ... Pierre organisiert auf einmal einen Mietwagen, bestellt Sushi, ist ganz Mann von Welt.
Der Grund für die Beliebtheit von Seniorenkomödien scheint auch zu sein, dass sie zur Demontage oder Persiflage von allerlei Klischees geradezu prädestiniert sind. Stets weigern sich in ihnen die Alten, einfach nur alt und traurig und abgehängt zu sein. Sie gründen WGs, sie überfallen eine Bank sie sind sich zu schade fürs Altenheim. Kurz, sie definieren ihre Ansprüche an das Leben selbst. Und oft wildern die Alten in diesen Seniorenkomödien in den vermeintlichen Domänen der Jungen und zeigen diesen, wo der Hammer hängt. So konfrontieren diese Filme das Publikum mit seinen Normvorstellungen und machen dabei in der Regel großen Spaß.

Regie + Drehbuch: Stéphane Robelin - Darsteller/-innen: - Pierre Richard; Yaniss Lespert; Fanny Valette; Stéphane Bissot; Stéphanie Crayencour; Gustave Kervern; Macha Meril; Pierre Kiwitt; Anna Bederke
  

Das schweigende Klassenzimmer [Kino]

Mi 12.12.2018 um 19.30 Uhr

Eintritt: 5,- EUR
ermäßigt: 3,- EUR
Karten nur an der Abendkasse!

Das schweigende Klassenzimmer (Drama)
Deutschland 2017 - Länge: 111 Min. - FSK: ab 12

Drama nach einer wahren Geschichte über eine Schulklasse, die wegen einer menschlichen Geste zu Staatsfeinden erklärt und von der Stasi verfolgt wird. Mit diesem Film erzählt Regisseur Lars Kraume ("Der Staat gegen Fritz Bauer") ein zutiefst bewegendes Kapitel aus dem Tagebuch des Kalten Krieges, basierend auf den persönlichen Erlebnissen und der gleichnamigen Buchvorlage von Dietrich Garstka - einer der 19 Schüler, die 1956 mit einer einfachen menschlichen Geste einen ganzen Staatsapparat gegen sich aufbrachten.
Die beiden Abiturienten Theo und Kurt haben in der Wochenschau in Westberlin Bilder von der blutigen Niederschlagung des Volksaufstandes in Ungarn gesehen. Nun wollen sie in ihrer Klasse eine Schweigeminute für die Opfer abhalten. Doch im Jahr 1956 erregen sie damit die Aufmerksamkeit des Schuldirektors, der Stasi und sogar des Volksbildungsministers.
Das schweigende Klassenzimmer wird bald zum Politikum. Am Druck, der auf die Schüler ausgeübt wird, zerbricht für die Jugendlichen die Illusion einer heilen Welt. Mit immer härteren Mitteln versuchen die Stasi-Vertreter, die Namen der Rädelsführer zu erpressen. Wer nicht kooperiert, soll vom Abitur ausgeschlossen werden. Ausgerechnet die Bildungschance - das sozialistische Versprechen einer besseren Zukunft - wird zum Druckmittel des Arbeiterstaates gegen seine Kinder. Bald gibt es für die Klasse nur noch eine Möglichkeit, dem Druck zu entkommen: Die Flucht in den Westen.

Regie + Drehbuch: Lars Kraume - Darsteller/- innen: Leonard Scheicher, Tom Gramenz, Anna Lena Klenke, Ronald Zehrfeld, Florian Lukas, Jördis Triebel, Michael Gwisdek u.a.
  

  

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